Die neue Ausgabe unseres Strassenmagazins Draussenseiter steckt wieder voller unglaublicher Geschichten, darunter die von Tom Allan, der schon früh wusste, dass er Musiker werden möchte. Er hat sich mit uns in seinem Proberaum getroffen. Als er nun seine neue Band @false_lefty gestern im @emdrueggepitter vorstellte, gab es unser Heft am Merchandise-Stand – hat uns sehr gefreut. 🙏
Ab sofort bekommt ihr die Oktoberausgabe wie immer bei unseren Strassenzeitungsverkäufer. Und im Abo. Übrigens haben wir uns diesmal in Kooperation mit dem Verein @frauenstadtleben die Situation öffentlicher Toiletten in der Stadt angeschaut. Und wir empfehlen schon jetzt den Film @holy_shit_film, der im November in die Kinos kommt!
Kategorie: Allgemein
RIP Lothar
Einer meiner Lieblingskollegen beim Straßenmagazin DRAUSSENSEITER ist in der Nacht vom Sonntag auf Montag überraschend verstorben. Lothar, der viele Jahre in einem Zelt im Wald lebte und gerade ein eigenes Zimmer im Annohaus bezogen hatte, hat bei unseren Sozialen Stadtrundgängen viele Herzen berührt. Fast täglich verkaufte er den Draussenseiter in der Krebsgasse und schrieb über seine Reisen, die er zu Fuß auch ganz Deutschland machte. Er wird fehlen!

Foto: Tobias Sutter
Neuaufnahme OHNE WORTE
Im Oktober habt ihr übrigens nochmal die Gelegenheit, das Stück „Ohne Worte – ein Buchstabenkrimi“ (für Leute ab 6 Jahren) im Theater der Keller anzuschauen. Das Musik-Stück, das das wunderbare Ensemble Engel- und Esel nach meiner Idee auf die Bühne gebracht hat, wird am 22.10. um 15 Uhr und am 23.10. um 10 Uhr gespielt. Übrigens: OHNE WORTE ist für den Kölner Kinder- und Jugendtheater-Preis der SK Stiftung nominiert! Da heißt es Daumen drücken!
Karten gibt es hier:

Neue Schreibwerkstatt in Nippes
Am Samstag, den 23.9. von 14-17 Uhr findet die Offene Schreibwerkstatt für Jugendliche ab 14 Jahren in den Clouthwerken in Nippes statt, die ich gemeinsam mit der wunderbaren Conny Crumbach im Auftrag des jfc leiten darf. Dort im Medienzentrum gibt es u.a. die Möglichkeit, die selbstgeschriebenen Texte im Hörstudio aufzunehmen oder auch einen kurzen Film zu drehen. Weitere Termine sind für den 28.10. und 2.12.2023 veranschlagt.
Anmeldungen gerne vorab unter loop@jfc.info
Danke, Kunstfest Weimar
In diesem Jahr 2023 durfte ich für das Kunstfest Weimar die Reihe „Wir sind Möglichkeiten“ kuratieren und als Moderatorin begleiten. Es waren wertvolle Begegnungen mit zwölf ganz unterschiedlichen Autor*innen – auf dem Foto Umes Arunagirinathan – und ein guter Zusammenhalt in einem wunderbaren Team. Herzlichen Dank dafür!

Bin sehr dankbar für die Begegnungen mit diesen wunderbaren, kreativen Menschen hier auf dem Kunstfest Weimar, darunter Sivan Ben Yishai, Mateja Meded, Ulrike Dotzer, Dirk Oschmann, Albrecht Kieser, Antje Horn, Max Annas, Natan Sznaider, Sigrid Zeevaert, Wihad Suleiman und Umes Arunagirinathan.

Im Rahmen der Reihe „Wir sind Möglichkeiten“ sprechen wir jeden Abend um 18 Uhr am Theaterplatz über (literarische) Positionen ganz unterschiedlicher Provenienz zum Thema Anderssein.
In der aktuellen Ausgabe des Straßenmagazins DRAUSSENSEITER ist nun mein Interview mit dem Rapper und Schauspieler Eko Fresh erschienen. Der Kölner engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich und ist deshalb der diesjährige Ehrenamtspate der Stadt Köln. Außerdem geht es um Soulfood auf der „Schäl Sick“, um Erinnerungsarbeit an Kölner Gymnasien und um die bewegende Geschichte von Trajan, der vor kurzem nach aufreibenden Jahren auf der Straße verstorben ist – die Sozialarbeiterin Rike Bender erinnert sich an ihn.
Das Heft bekommt ihr beim Straßenzeitungsverkäufer eures Vertrauens, in ausgewählten Buchhandlungen und im Abo.

Im Rahmen der Reihe „Wir sind Möglichkeiten“ durfte ich heute – quasi als Ersatz für die erkrankte Josephine Apraku – aus „Ein Schiff für den Frieden. Das mutige Leben des Rupert Neudeck“ auf dem @kunstfest_weimar lesen. Die Moderation übernahm Rolf Hemke. Im Anschluss gab es viele Fragen und gute Gespräche. Danke fürs gute Zuhören!
Mini-Literatur-Flashmob
Anlässlich des Kunstfest Weimar – und nicht ganz zufällig an Goethes Geburtstag – veranstalteten wir einen kleinen Literatur-Flashmob mit eigenen Texten, die in der Schreibwerkstatt „Trau deinen Worten“ entstanden sind, die ich vor kurzem – als Kooperation der Volkshochschule Weimar und dem Kunstfest – als Dozentin abhalten durfte. Wir lasen an den unterschiedlichsten Orten – vor der Eckermann-Buchhandlung, am Herderplatz, vor Goethes Wohnhaus oder auch auf der Dachterrasse vom Hotel Amalienhof – und tauschten danach aus, wie es uns mit dieser Aktion ergangen ist. Eine schöne Erfahrung, die gut zum Leseprogramm „Wir sind Möglichkeiten“ passt, das bis zum 10.9.2023 noch jeden Abend um 18 Uhr auf dem Theaterplatz stattfindet.
Eröffnung des Kunstfest Weimar
Bereits 1999 hat der Künstler Günther Uecker in der ehemaligen Häftlingskantine des KZ Buchenwald ein Steinmal errichtet, das sich gegen einen einseitigen, vergesslichen Blick der Stadt auf ihre Geschichte wenden sollte. Gestern nun hat der 93jährige als Auftakt des Kunstfests die Installation auf dem Theaterplatz wiederholt. Die eher stille, anteilnehmende Geste hat vielleicht zunächst all diejenigen irritiert, die etwas Lautes oder Furioses erwartet haben. Dem Vorlesen der Namen der im KZ – nicht selten durch schwere Arbeit im Steinbruch – gestorbenen Opfer werden heute die Namen von Überlebenden ergänzt – mit Kreide auf Asphalt, die man naturgemäß immer wieder auffrischen muss: Genau wie die Erinnerung an die Schrecken des Krieges und die Gräueltaten, die sich vor noch nicht all zu langer Zeit direkt vor den Toren der Stadt zugetragen haben, eben auch.
