Lesereise in und um Zürich

Diese Woche wäre ich eigentlich auf Einladung von schule&kultur in Zürich auf Lesereise unterwegs. Stattdessen begegne ich den Klassen in der Schweiz per Zoom bzw. Teams. Obwohl ich natürlich viel lieber live vor Ort aus meinen Kinderkrimis lesen würde, freue ich mich über jede dieser Begegnungen: Gute Gespräche, interessante Fragen und interessierte Zuhörer*innen – was will man mehr. Auf diesem Weg also auch mal liebe Grüße nach Pfungen, Hombrechtikon, Wetzikon und Zürich und danke für die schönen Rückmeldungen.

Postkartenedition

Heute kam die Postkartenedition mit den Gedichten an, die während des Schreibworkshops im alten Stadtbad in Krefeld enstanden sind. Im Auftrag des Literaturhauses Krefeld und des Vereins Freischwimmer e.V., der sich für den Erhalt des schönen alten Stadtbades einsetzt, hatten Mario Giordano und ich in einer Art Schreib-Rallye diese und andere Texte erarbeitet. Einige Ergebnisse kann man auch auf TikTak nachhören. Diesen Sommertag im Freibad habe ich in schöner Erinnerung und freue mich jetzt umso mehr auch über ein gedrucktes Ergebnis. Danke für die schöne Post!

Vortrag an der FH Erfurt

Bereits zum zweiten Mal habe ich gestern meinen Vortrag über den „Doppelten Stadtplan“ für den Studiengang Soziale Arbeit an der Fachhochschule Erfurt gehalten. In dem Vortrag, der per Teams übertragen wurde, habe ich diesmal umso mehr den Fokus auf mangelnde Beteiligungsstrukturen von Obdachlosen gelegt, die gerade in Zeiten der Pandemie schwerwiegende Folgen haben können. In Anlehnung an mein Buch „DIE LETZTEN HIER. Köln im sozialen Lockdown“ habe ich jedoch auch versucht, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie man den Menschen auf der Straße schnell und unbürokratisch helfen kann.

Ich bedanke mich herzlich für die wiederholte Einladung und fürs Zuhören.

Schreibwerkstatt geht weiter!

Dank der Rheinenergie-Stiftung Kultur geht es nun ins dritte Jahr mit unserer Schreibwerkstatt Gönn.Dir.Geschichten. Und auch dieses Jahr treffen wir – Gerlis Zillgens und ich – uns wieder monatlich voller Freude mit schreibwütigen und schreibbegabten Jugendlichen zwischen 12-18 Jahren im Café 362 in Nippes – neue Gesichter sind natürlich willkommen. Und ein großes Dankeschön an Sandy Craus für die schönen Plakate und Flyer 🙂Anmeldungen ab sofort unter schreibwerkstatt@inspire-koeln.de

An Nou Fericit – Neue DRAUSSENSEITER-Ausgabe erschienen

Für die aktuelle Ausgabe vom Kölner Straßenmagazin DRAUSSENSEITER habe ich mich mit der Fotografin Marie Breer in der Kölner Einrichtung vom SKM in der Vorgebirgsstraße umgeschaut, in der jetzt 90 Betten für wohnungslose EU-Bürger*innen ohne Sozialleistungsansprüche zur Verfügung stehen. Humanitäre Hilfen nennt man den Bereich, weil sich die „Zielgruppe“ – meist aus Osteuropa stammend – sowohl in ihren Heimatländern als auch hier in einer ernsthaften Notlage befinden und dennoch hier komplett aus der Statistik fällt. Das Interview mit dem Leiter der Einrichtung Dietmar Beauvisage könnt ihr in dem Heft nachlesen, das ab sofort auf der Straße und in ausgewählten Buchhandlungen erhältlich ist.

Ausführliche CHOICES-Rezension

Laut der aktuellen Choices – liegt ab sofort in Köln gratis aus – diagnostiziert das Buch DIE LETZTEN HIER. KÖLN IM SOZIALEN LOCKDOWN in gewisser Weise auch „das Versagen christlicher Werte.“ Das Buch sei prall gefüllt mit Lebensgeschichten, die daran erinnern, wie schnell die vermeintlichen Sicherheiten „Job“ und Wohnung“ wegbrechen können. Dennoch: „Das Anliegen von Herausgeberin Christina Bacher ist es, neben den Tragödien aus Momente der Zuversicht zu transportieren. Für ein Happy-End reicht dies in den meisten Fällen nicht, doch die Hoffnung pulsiert als leises Pochen durch das Werk. Eindringliche Fotografien, Interviews mit ehrenemtlichen Helfern und zahlreiche Kontaktadressen ergänzen die Publikation.“ Danke, Thomas Dahl, fürs genaue Lesen und diese besondere Rezension.

Krätzchen und Lesung

Gestern durfte ich zu dem wunderbaren Krätzchen-Konzert von Christoph und Michael unter dem schön geschmückten Mauenheimer Weihnachtsbaum ein paar Texte beisteuern. Was für eine schöne Atmosphäre auf so einem Platz entstehen, einfach nur, weil ein beleuchteter Baum zum Dorfmittelpunkt wird.

FREUND AUF ZEIT

Seit einiger Zeit steht auf dem Nibelungenplatz in Mauenheim ein schön geschmückter Weihnachtsbaum, der vielen Menschen eine Freude macht. Ein bisschen ist es so, als wohne er auf Zeit hier mit all den anderen Bäumen, den Menschen und Tieren zusammen in Kölns kleinstem Stadtteil. 

Was er wohl für Geschichten erzählen würde, wenn er sprechen könnte? Er weiß nämlich genau, wann wer morgens zum Bus geht, um zur Arbeit zu fahren. Er kennt die, die sich nachts auf der Bank treffen und Händchen halten. Er sieht, wer welche Flasche in den Altglas-Container wirft und wann Jemand zum Postkasten geht.

Selbstverständlich sieht er auch, wer allabendlich (außer dienstags!) in den Siegfriedhof geht und wie der später wieder nach Hause wankt. Schlangenlinien läuft – gut, dass die Wege hier kurz sind. 

Bald ist Weihnachten, dann ist sein Gastspiel vorbei.

Vermissen wird er die Kinder, die ihm immer häufiger schöne Dinge bringen und ehrfürchtig an seine Äste hängen. Ihm! Geschenke! Einem Baum! Das ist ihm wirklich noch nie passiert. 

Was für ein liebenswertes Veedel, denkt er dann, wenn es Nacht wird in Mauenheim. Und erst, wenn der Letzte im Bett ist, rückt er seine Nadeln zurecht und atmet kurz auf. Und dann steht schon der Erste auf und knipst sein Licht an. 

Am Nibelungenplatz. Mitten im Veedel. Mitten in Köln. 

Krimiwerkstatt an der Kottenschule

In Kooperation mit dem Bildungsbüro der Stadt Kaiserslautern, dem Friedrich-Bödecker-Kreis Rheinland-Pfalz und dem Verein ZukunftsRegion Westpfalz e.V. (ZRW) darf ich diese Woche mit Viertklässlern der Kottenschule in Kaiserslautern im Rahmen des WörterWelten-Projekts am Thema Kurzkrimi arbeiten. Gemeinsam gehen wir der Frage „Wer wars?“ nach und erfinden – selbst selbstverständlich immer maskiert – einen Ratekrimi nach dem anderen. Heute ging es speziell um das Thema Zivilcourage – spannend! Ich freue mich sehr über die Einladung! Kultur macht stark!

Viktoria Köln übergibt Spende an OASE

Heute berichtet der Kölner Stadtanzeiger über die Spende, die Andreas Rettig (Geschäftsführer beim FC Viktoria Köln) und seine Kollegin Lisa Schiepan nun dem Verein OASE – Benedikt Labre e.V. in Form eines symbolischen Schecks übergeben haben. Die Summe von 12.500 Euro soll schnell und unbürokratisch im Sinne eines Notfallfonds obdachlosen Menschen zugute kommen, die diese Hilfe gerade in diesen Zeiten dringend benötigen. Das Geld stammt aus dem Erlös des PSD-Cups, bei dem die drei größten Fussballclubs – 1. FC Köln, Viktoria Köln und Fortuna Köln – gegeneinander angetreten sind, um die gute Sache zu unterstützen. Insgesamt sind bei dem Spiel im Sportpark Höhenberg im Oktober 50.000 Euro zusammen gekommen. (Fotos: Viktoria Köln)